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Serienflow

Woran ihr eine gute Serie erkennt? Daran, dass ihr zwischendurch nicht immer wieder auf stoppt drückt oder hofft, dass es endlich weitergeht mit der Geschichte. Bei den ersten beiden Folgen der 5. Staffel von „Better Call Saul“ ging es mir so. Ich wunderte mich, als Folge 1 schon vorbei war und ärgerte mich, als Folge 2 zu Ende ging und ich wusste, ich würde jetzt eine Woche auf die nächste Folge warten müssen. Auch wenn keinesfalls alles schlecht ist, was gerade sonst noch so läuft, hatte ich das schon lange nicht mehr bei einer Serie. Nicht einmal beim gerade beendeten „Hunters“ auf Amazon Video, was mir eigentlich auch gut gefallen hat.

Tony Dalton als Lalo Salamanca in Better Call Saul. Bild: Netflix
Tony Dalton als Lalo Salamanca in Better Call Saul. Bild: Netflix

Woran’s bei Saul liegt? Zum einen natürlich an der insgesamt vortrefflich absurden Story, zum anderen auch daran, dass es die Vor- und Nebengeschichte von „Breaking Bad“ ist und deswegen immer mal wieder der eine oder andere von dort schon bekannte Charakter ins Bild läuft. In der 5. Staffel gefällt mir aber besonders die schon Ende der 4. Staffel kurz eingeführte Figur des Lalo Salamanca, der nun mehr Sendezeit zu bekommen scheint. Herrlich gespielt von Tony Dalton. Ein Typ, der immer gut gelaunt wirkt, nie mehr redet, als er muss, und Widersachern wie Mitarbeitern betont charmant auf die Nerven geht. Mir huscht immer ein Lächeln über das Gesicht, wenn ich ihn sehe.

Das hatte ich zuletzt bei „Once Upon a Time in Hollywood“, wo es einfach Spaß gemacht hat, den beiden „alten“ Recken Leo und Brad dabei zuzusehen, wie sie einfach nur ihr Ding drehen. Und bei „JoJo Rabbit“ beim leider viel zu kurzen Gastspiel von Stephen Merchant als Gestapo-Offizier:

Also vielleicht sind es einfach nur gute Schauspieler, interessante Charaktere, eine gute Plotverdichtung oder ein Mix aus allem. Kriegt auf jeden Fall längst nicht jeder Film oder Serie hin.

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